Die Verweildauer eines Besuchers auf einer Website gehört zu den sogenannten sozialen Rankingfaktoren und steht in direktem Zusammenhang zur Conversionrate und der eigenen Platzierung in den Suchmaschinen. Dieser Artikel soll ein paar Wege zeigen, wie man die Verweildauer signifikant erhöhen kann und sich letztendlich dadurch von konkurrienden Webseiten absetzt.

Verweildauer ist nicht gleich Verweildauer

Verweildauer AuswirkungenDie meisten Webmaster verwechseln die Verweildauer mit einer möglichst hohen Zahl von eingeblendeten Seiten (Page Impressions). Dies erhöht zwar letztendlich auch den gesamten Aufenthalt auf einem Internetauftritt, aber dabei können einzelne Seiten nur selten profitieren. Ein gutes Beispiel hierfür sind Bilderserien, die gerne zum Zwecke höherer Pageimps eingesetzt werden. Anstatt 20 Bilder auf einer Seite zu zeigen, setzt man diese in Reihe und lässt sie nacheinander aufrufen. Das einzelne Bild wird nur recht kurz betrachtet, aber durch Ladezeiten, das Ansteuern der Navigation zum nächsten Bild, usw steigt die gesamte Zeit auf der Internetseite. In diesem Artikel geht es jedoch um die höhere Aufenthaltsdauer auf Einzelseiten, welche letztendlich für das bessere Ranking verantwortlich sind.

höhere Verweildauer durch Umfang

Ein großer Umfang ist die GrundlageEin guter Weg die Verweildauer zu erhöhen ist der Umfang einer Seite. Ein sehr gutes Beispiel dafür ist Wikipedia, das auf einer einzelnen Seite versucht ein komplettes Thema zu erörtern. Hinzu kommen noch Bilder und Verweise auf weitere einschlägige Seiten, sowie ein kurzer Teaser am Anfang. Eigentlich handelt es sich um eine reine Wissenssammlung und keineswegs um einen echten Mehrwert oder neu erstelltes Wissen. Die Nutzer ziehen aber einzelne Informationen aus den Artikeln oder versuchen sich ein ersten Überblick zu verschaffen. Oftmals kommen sie mit einer grundlegenden Fragestellung über eine Begrifflichkeit zu Wikipedia und versuchen sich so zu informieren. Je nach Bedarf gibt es die Möglichkeit sich tiefer einzulesen, welches auch von vielen Besuchern genutzt wird. Durch den Umfang der Beiträge gibt man dem Internetnutzer also zunächst einmal die Chance sich länger aufzuhalten, wenn dies gewünscht wird. Viele Artikel könnten sicherlich auch mit einem oder zwei Sätze beantwortet werden, aber es werden zusätzliche Informationen bereit gestellt. Ein großer Umfang der einzelnen Seite ist also grundsätzlich die Grundlage für eine längere Besuchsdauer. Gleichzeitig haben umfangreiche Seiten den Vorteil, dass sie von den Suchmaschinen besser eingeordnet werden können.

Verweildauer durch Mehrwert

Mehrwert fordert und fördert den BesucherMehrwert hat sich mittlerweile zu einem der wichtigsten Schlagworte für Webmaster entwickelt. Dabei ist es gar nicht klar, was eigentlich damit gemeint ist. Echter Mehrwert ist gar nicht so leicht zu produzieren, aber man setzt sich damit automatisch von der Konkurrenz ab. Man sollte sich beim Erstellen eines Beitrags immer die Frage stellen, ob dieser dem Besucher hilft, ihn informiert oder ob er zumindest mehr wert besitzt, als alle anderen Artikel zum Thema im Netz. Ging der Trend in den letzten Jahren zu einer massenhaften Produktion von Texten, wird nun wieder auf Qualität geachtet. Inhalte sind wichtiger geworden! An dieser Stelle muss man schon fast einen phillosophischen Ansatz finden, denn regt man einen Besucher zum Nachdenken an, vergrößert man sein Wissen oder lässt ihn neue Fragen stellen, bindet man ihn gleichzeitig an die Seite. Findet ein Besucher die gewünschten Informationen nicht, so wird er die Seite schnell wieder verlassen. Erst wenn diese grundlegende Interaktion zwischem dem Gast und der Homepage besteht, wird er sich weiter auf die Seite einlassen. Hier setzen dann die Faktoren wie Naviagation und Design ein und keineswegs zuvor. Ein echter Mehrwert kann dabei vieles bedeuten, eine sehr kontroverse Betrachtung eines Themas, neue Blickwinkel, andere und komplexe Informationen oder sogar eine Aufgabe. Dies alles nimmt Zeit in Anspruch und diese Zeit setzt sich eins zu eins in die Verweildauer um. Echter Mehrwert bringt deshalb nicht nur Informationen zum Nutzer, sondern fordert diesen auch.

Die Besuchsdauer ist wichtig

Wer heute eine Seite neu online stellt und sein Projekt erfolgreich gestalten möchte, muss sich zwangsläufig mit der Verweildauer beschäftigen und dies schon zu einem Zeitpunkt vor dem ersten Besucher. Nichts ist schlimer, als ein früher, schneller Ausstieg aus der Seite. Vielleicht hält man sich immer noch an den alten Merksatz Content ist King und achtet noch mehr auf Qualität. Durch diesen zusätzlichen Aufwand entstehen Projekte zwar langsamer, aber haben dafür den Vorteil, dass sie viel stabiler aufgestellt sind, eine gewisse Zukunftssicherheit besitzen und letztendlich immer mehr Besucher begeistern können.

Zu diesem Artikel gibt es 2 Kommentare

  1. Mike sagt:

    Eine Verweildauer von weniger als einer Minute pro Seite, ist das ok?
    Oder von was hängt das ab, vom Thema?
    Ist nicht die Aktion entscheidender, also der Klick auf einen Link, oder das Betrachten eines Werbebanners?

    • admin sagt:

      @Mike
      Eine positive Verweildauer muss für jedes einzelne Themengebiet betrachtet werden. Ein gutes Mittel hierfür ist der direkte Vergleich mit der direkten Konkurrenz. Gerade im Bereich der Landingpages ist das Thema keinesfalls zu unterschätzen, da dort meist eine sehr kurze Aufenthaltsdauer vorhanden ist und der Besucher möglichst direkt zum Call-to-Action geleitet wird. Wikipedia als Beispiel wird im gleichen Themenbereich einfach nur massig Infos zur Verfügung stellen, ohne den Besucher zur Aktion zu drängen. Langfristig hat damit Wikipedia wieder den Rankingvorteil, vielleicht sogar mit einem schlechteren Linkprofil und kann mehr Besucher generieren. Letztendlich ist also der Klick entscheidender, aber dies kann nur wichtiger sein, solange man Besucher auf der Seite hat.